Dämmung

Wer neu baut ist hier klar im Vorteil, da es genug Systeme auf dem Markt gibt, die zudem günstig herzustellen sind.

Hier ist meist ein gutes einschaliges Mauerwerk günstiger, als ein zweischaliges. Wie wäre es mit 48cm Stärke, ohne Heizungsnischen?
Die Außenwand ist aber auch ein Gestalltungsfaktor, von daher ist hier immer eine Einzelbetrachtung sinnvoll. (Sichtmauerwerk, Putz etc.)

Hierzu etwas Physik:
Die Sonne strahlt auf die Mauern eines Hauses.
Von weißen Wänden wird ein Teil des sichtbaren Lichts reflektiert.
Die infrarote Wärmestrahlung wird absorbiert, erwärmt erst die Oberfläche und wegen des Temperaturgefälles ins Innere, strömt Wärme ins Mauerwerk.
Nachts wirkt diese Wärme der äußeren Kälte entgegen.
Jede Außendämmung wirkt der Sonneneinstrahlung entgegen.
Der Heizverbrauch steigt! Als Mieter würde ich mich hiergegen wehren, gerade wenn dann noch eine Mieterhöhung wegen der unnützen Dämmung anfällt.

Nicht nur meiner Meinung nach, sollte bei "Dämmung", egal ob ein-, zwei- oder mehrschaligem Wandaufbau, auf geschäumtes Material verzichtet werden.
Schäume innerhalb von Ziegeln gehen vielleicht noch, da sie -mehr oder weniger- gekapselt sind (jedenfalls bis zum Abriss oder Brand), ich würde jedoch immer zu einem perrlitgefullten Ziegel (Einschalig in 36cm oder mehr) oder natürlichen Faserdämmstoffen, wie z.B. Hanf raten, da hier nur natürliche, recyclebare Baustoffe Verwendung finden.

Ein nachträgliches Dämmen der Fassade mit Wärmeverbundsystemen lehne nicht nur ich ab.
Hierzu gibt es im Netz eine Vielzahl von Artikeln, die nicht durch Verbände oder Lobbyisten verfasst wurden, die nicht nur das Brandverhalten oder die Schädlichkeit der HBCD-Behndlung, sondern auch auf Pestiziedauswaschungen, die Unwirschaftlichkeit oder das vollsaugen der Faserdämmung mit Feuchtigkeit eingehen.

Das unsoziale Verhalten der Dämmstoffindustrie, ihren Profit durch Mieter zahlen zu lassen, sei nur am Rande erwähnt.

Es ist aber auch kein Problem, eine Sanierung durchzuführen, ohne unnütze Dämmung einbauen müssen.

Wirtschaftlich ist es, nachzuweisen, dass eine Dämmung unwirtschaftlich ist. Das ist in 90% alle Fälle nachweisbar.