Der Keller

Ein oft gehörtes Argument lautet: ein Keller ist teuer und bringt nicht viel.

Es gibt Situationen, bei denen ich auf einen Keller verzichten würde. Z.B. wenn das Haus im Hochwassergebiet, das Grundwasser bis Oberkante Gelände steht oder auf Fels gebaut wird und genug Grund vorhanden ist.
In Norddeutschland steht in jedem Garten ein Gartenhaus oder eine Doppelgarage. Weshalb? Um alles mögliche zu lagern. Alles schön und gut, wenn man 1000qm Grundstück hat, aber wie sieht es bei 500qm aus?

"Ich packe das alles unter's Dach. Auch Waschmaschine und die Heizung..." Hoffentlich platzt nie der Wasserschlauch.

Das macht aber nur Sinn, wenn genügend Platz vorhanden ist und das Dach nicht anders genutzt werden muss.

Dazu: Gemessen am umbauten Raum, ist der Keller das günstiste Gewerk am Bau.

Was oft nicht bedacht wird, wer auf einer Grundplatte baut, benötigt schon ca. 80cm als frostfreien Unterbau.
Davon wären schon 50cm für ein Keller anrechenbar. Für 1,80m Aushub mehr...
Dazu kommen ein paar Wände. Der Keller puffert Temperaturen ab. Der Raum darüber benötigt weniger Heizenergie im Winter, im Sommer hat der Keller meist die angenehmste Temperatur.
Ein paar Leerrohre & Lüfter ergeben eine günstige "Klimaanlage".
Haussanschlußraum, Partykeller, Weinlager, Fittnessbereich und Sauna sind im Keller besser aufgehoben als im Garten.

Ein Haus mit Keller hat einen wesentlich höheren Wiederverkaufswert. Ein Hochkeller schützt vor aufsteigender Nässe, ist hell und Einbruchshemmend.

Bedenken Sie, dass die Rohbauhöhe bei einem Wohnkeller bei ca. 2,65m liegen sollte. Damit sollte der Keller die selbe Raumhöhe, wie die Geschosse darüber haben.

Beachten sie die Brandschutzvorschriften und die Bauordnung.