Die Heizung

Ich hatte vor ein paar Tagen einen Besucher, der mir erzählte, dass er ein Haus baut.
Der Rohbau stände schon fast, so langsam müßte er sich entscheiden, welche Heizung er einbauen will.
Jetzt schon?
Wahrscheinlich eine Luft-Wärmepumpe. Hätte ihm sein Heizungsbauer geraten. Mit 1000l Wassertank und Solar auf'm Dach. Dazu ein Kamin mit Wassertaschen.
Nachdem ich ihm erklärt habe, in welchem Temperaturbereich ein Feuer schadstoffarm brennt, wie der Wirkungsgrad einer Luft-Wärmepume aussieht und was es mit der "innovativen" Technik "Kamin mit Wassertaschen" auf sich hat, will er sich nochmal informieren. 

Es gab mal einen Schneider, der 7 auf einen Streich erledigt hat.
Ein altes Sprichwort lautet: Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Wirkungsgrad

Der Begriff „Wirkungsgrad" bezeichnet die Menge an nutzbarer Heizenergie, die Heizung und Kessel liefern, im Verhältnis zur Menge der zugeführten Brennstoffenergie.
Der Wirkungsgrad ist eine der wichtigsten Größen für die Ermittlung der Effizienz einer Heizung oder eines Kessels. Im Schornsteinfegerprotokoll ist diese Größe nachzulesen.
Beim Neubau, der Neuanschaffung oder einer Sanierung der Heizung bzw. des Kessels ist es sehr empfehlenswert, sich über den Wirkungsgrad der Anlage zu informieren und den Wirkungsgrad verschiedener Geräte zu vergleichen.

Hierzu zählt natürlich auch der verwendete Brennstoff.
Der größte und beste Wirkungsgrad ist zu erzielen, wenn das Gesamtsystem von Bauwerk, Heizung und Kessel optimal aufeinander abgestimmt ist.

Welche Heizung?

Jeder der sich für eine neue Heizung entscheiden muss, sollte sich mit dem Prinzip Kachelofen auseinander setzten.
Ein Kachelofen erwärmt die Wände, die Wände „strahlen“ die Wärme zurück.
Vorteil: Kein Schimmel, keine Zugluft, angenehmes Klima.

Das kann keine "Luftheizung", egal ob Radiatoren oder Fußbodenheizung.

Einfach mal im INet nach Heizleisten, bzw, "Sancal" suchen. Auch der "Club of Home" bietet hier einiges an Material.

Brennwerttechnik

Brennwerttechnik verspricht bis zu 11% höhere Wärmeausbeute.
In der Praxis ergeben sich höchstens 4-6%, bei einer erheblichen Einschränkung der Betriebstemperatur.

Gasfeuerungen können nunmehr mit ca. 50°C, Ölfeuerungen mit knapp 40°C betrieben werden.

Ein spürbarer Heizeffekt tritt bei Radiatoren ab 30° ein.

Warmwasser von bis zu 60° lässt sich mit Brennwert nicht im Kondensations-Bereich (40°) bereiten und verteuert die Installation.

Früher wurde Heizkörper für 80° ausgelegt. Für 40° erreichen die Heizkörper die doppelte Größe gegenüber 60° und die dreifache gegenüber 80°

Der teure Wahnsinn mit den Wärmepumpen

Hausbauer erfüllen mit der Wärmepumpe, laut Hersteller und Regierung, die Öko-Vorschriften perfekt.
Das hierbei Lobbyarbeit den entscheidenen Ausschlag gibt, gerade im Hinblich auf Rechentricks, sagen sie nicht.
Beispielrechnung erweisen sich als Fantasie-Gebilde. Der Verbrauch liegt fast doppelt so hoch, wie berechnet.
Wegen der hohen Stromkosten fällt es bei den Besitzern besonders stark ins Gewicht, wenn sie falsch eingestellt sind. Und kaum eine der Stromheizungen funktioniert so, wie sie sollte.
Den Lobbyisten - mal nach Thorsten Herdan (EnEV, VDMAm EWEA...) suchen - ist das egal. Ab 2021 freuen sie sich noch mehr, zeigt sich die Arbeit an der EnEV gut ab.
Das Bundeswirtschaftsministerium möchte, dass Strom aus regenerativen Quellen verwendet wird. Tatsächlich beträgt der Ökostrom-Anteil im deutschen Netz inzwischen nur knapp 30 Prozent, Allerdings auf das gesamte Jahr gerechnet. An grauen Wintertagen sieht es anders aus. Wenn die Wärmepumpen den meisten Strom benötigen, schaffen es allenfalls ein paar Windkraftanlagen, für ein wenig grünen Strom zu sorgen.
Der wissenden Bürger weiss, womit er dann heizt.
Braunkohle!
Dass ausgerechnet eine strombetriebene Wärmepumpe in puncto Energieffizienz so gut abschneiden soll, hat mit dem sogenannten Primärenergiefaktor zu tun. Das ist eine Art Belohnungs- oder Bestrafungszahl, mit der eine Energiequelle bewertet wird. Eine Ölheizung hat den Faktor 1,4. Der Energiebedarf wird bei der Bewertung des Effizienzstandards mit 1,4 multipliziert. Bei der Wärmepumpe liegt der Faktor mormal bei 1,8 für Misch-Strom, wird aber laut EnEV-Gesetz anhand der Leistungswerte des Geräts kleiner gerechnet. Bereits heute wird eine typische Wärmepumpe mit dem Faktor 0,8 „belohnt“.  
Der Strom-Faktor soll in den nächsten Jahren parallel zum Ausbau von Öko-Strom zudem immer weiter sinken, ganz gleich, wie viele Braunkohlekraftwerke im Winter für den nötigen Strom sorgen.
Fazit: Eine Wärmepumpen-Schwemme schadet dem Klima also mehr als sie nützt.
Ein weiteres Thema sind die Kosten, die für Wärmepumpen höher sind. Dazu kommt noch die Warmwasserversorgung.
Weitere Kostentreiber: Technische Fehler bei der Installation, fehlender hydraulischer Abgleich, falsche Wärmeleistung, Nutzerverhalten
Schlechtester Wirkungsgrad: Luft-Wärmepumpe.
Wer genug Platz für 150m² Schlauchleitung im Garten hat, ist besser bedient. Wer mehr Geld hat, sollte Tiefbohren. Außer der Boden hat in der Tiefe eine Gibssperrschicht. Dann passiert soetwas wie in Staufen.