Elektrotechnik

Früher war es üblich, Leitungen "auf Putz" zu verlegen.

Jeder kennt die Mehrfachsteckdose.

Wer heute baut oder umbaut, darf die heutigen Ansprüch an die Elektrotechnik nicht außer Acht lassen.
Sicherlich gibt es WLan, DLan, UMTS und dergleichen, aber müssen wir uns zusätzlich verstrahlen lassen?
Nein. Wir haben es in der Hand!

Dazu gehört natürlich "Plan".
Sprechen Sie mit einem Elektroingenieur. Stellen Sie sicher, dass die Elektronik auf Sie zugeschnitten ist. Investieren Sie in Leerrohre. Kabelkanäle in vertikaler Richtung -geschossübergreifend- sparen nur da, wo sie bei der Herstellung der Geschossdecken schon bedacht sind.
Zählen Sie pro Raum alle Ihre elektrischen Geräte zusammen und überlegen Sie, wo Sie weitere kurzfristige Stromquellen benötigen.
Wo sollen Computer stehen, wo Fernseher und Stereoanlage. Der Kinofan möchte einen Beamer mit 7.2 Sound, die Tochter im Bad bei Pink in der Wanne liegen und lesen.
LED-Licht über der Wanne, Lautsprecherkabel unter Putz?

Bodentiefe Fenster unterbrechen mögliche Kabelwege, der oft komplett offene Wohn-Ess-Küchenbereiche fordert möglicherweise eine Verteilung durch den Fußboden und/oder in der Decke.

Folgende Anmerkungen sollten Sie bedenken:

Eigene Stromkreise zur Absicherung!

Achten Sie darauf, dass gerade in der Küche genügend eigene Stromkreise für Elektrogeräte wie Kühlschrank, Gefrierschrank oder die Spülmaschine vorhanden sind. Diese werden einzelnd per FI-Schutzschalter abgesichert. Überlassen Sie Ihrem Küchenstudio die Planung der "nichtsichtbaren" Steckdosen.
Auch die Stromkreise im Badezimmer und sonstigen Feuchträumen, Waschmaschine, Trockner, sind per FI-Schutzschalter verkabelt.

Appropos Steckdosen. Überschlägig:

  • Bad: 4 Steckdosen (Fön, Rasierer, Zahnbürste, Radio)
  • WC: 1 Steckdose
  • Wohnzimmer: 8-12 Steckdosen
    bei Multimedia-Ausstattung, Extralampen usw., auch mehr
  • Esszimmer: 4-6 Steckdosen
  • Kinderzimmer: 8-10 Steckdosen (2xLampe, TV, DV-Recorder, Computer (4x))
  • Arbeitszimmer: 8-10 Steckdosen (s.v.)
  • Hobbyraum. 6-10 Steckdosen
  • plus 1-2 Starkstromanschlüsse für eine spätere Sauna, Schweißgerät etc.; Appropos, eine Stromeinspeisung in der Garage kann mit einem Aggregat vor Stromausfällen schützen.
  • Flur: 2 Steckdosen
  • Terrasse/Balkon/Garten: je nach Größe ab 2 Außensteckdosen – von innen schaltbar
  • Garage: 2-4 Steckdosen – je nach Größe und Öffnungen, plus die Anzahl benötigter Steckdosen für ein elektrisch betriebenes Garagentor - von innen schaltbar (Urlaubsicherung)

Schalter und Dosen, auch für elektrische Rolläden, Verdunkelungssyteme oder Sonnenschutz, Temperaturfühler der Heizsysteme, intelligente Bussysteme, Kabel-TV oder Sat-Anlage, Netzwerkverkabelung, Solarstrom etc. nicht vergessen.
Häuser sollten sich entwickeln können. Nichts ist so billig, wie ein klug verlegter Kabelkanal in der Wand!