Bauausführung

Das wichtigste Glied in der Kette ist und bleibt der/mein Bauleiter.

Bauleiter müssen absolut zuverlässig und erfahren sein und wirklich alle Tricks am Bau kennen. Schlussendlich hängt vom Bauleiter und dessen Vertreter ab, ob die vereinbarte Leistung in der vereinbarten Qualität und zum vereinbarten Termin abgeliefert wird. Der Bauleiter muss nicht nur die Bauausführung überwachen, sondern auch die Bestandspläne auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüfen.

Der Bauleiter steht zwischen Planer und ausführender Firma und ist im idealen Fall nur dem AG verpflichtet.

Er muss gegenüber den Firmen die Interessen des Bauherren vertreten, die Planung des Planers auf Fehler prüfen, bei unsinnigen Anweisungen auf die Folgen hinweisen und notfalls die Bauordnungsbehörde einschalten.

Wer hier an der falschen Stelle spart, braucht sich später nicht zu wundern.

Bei meinem Bau wurden Rundstützen betoniert, wobei die ausführende Firma die Pappschalung nicht unten sondern oben gekürzt hat. Kein Problem, wenn man Klebeband dabei hat... und den Bauleiter fragt.

Folgen: Der Beton floss stellenweise zwischen Kunststoffschalhaut und Pappschalung. Dieser Beton platzte bei der Ausschalung ab und musste aufwendig saniert werden.

Die Kosten trug hier die ausführende Firma, unnötig, auch wenn auch nur ein "kosmetischer" Mangel beseitigt wurde.

Früher kam es schon mal vor, dass die Baustelle nur alle zwei Tage kontrolliert wurde.
Heute ist es zwingend erforderlich, die Baustellen mindestens täglich, besser mehrmals täglich und zeitlich unregelmäßig zu überwachen.
Bei heutigen kurzen Bauzeiten und dem Preisdruck kann die vereinbarte Qualität nur erbracht werden, wenn durch ständig mögliche Kontrolle keine Möglichkeit zum Pfusch besteht. Wenn ich nicht weis, wann der Bauleiter hinter mir steht, fusche ich besser nicht…
Allerdings ist heute (2019) durch die Vollauslastung der Firmen, auch ein Baustellenbesuch am Samstag notwendig. In der Woche, werden die größeren Baustellen "durchgezogen".
Besonders im Innenausbau z.B. beim Estrich, aber auch bei Bauwerksabdichtungen, Kanalverlegung, Wärme- und Trittschalldämmungen etc. sind Toleranzen, Verarbeitungs- und Standzeiten einzuhalten.